Walter Wandtke

Ich kandidiere für:
Einen mittleren Listenplatz (13-22)

Bio & Berufliches
Beruf: Freier Journalist
Geburtsdatum: 15.08.1956

Was treibt Dich an Politik zu machen?
Obwohl Deutschland ein reiches Land ist, werden noch viel zu viele soziale Ungerechtigkeiten und ökologische Verwüstungen zugelassen oder nur lau bekämpft.Ich möchte Teil derjenigen Bewegungen sein, die hier ernsthaft und ausdauernd Gegenkräfte aufbauen. Dafür reichen Bürgerinitiativen häufig nicht und es braucht übergreifende (Partei)Ziele.

Wie ist dein politischer Werdegang bisher?
In Jugendzeiten Juso;Selbstorganisation der Zivildienstleistenden; SPD Austritt etwa 1981; während des Lehramtsstudiums u. Refendariat Mitglied der GEW; später mehr als 20 Jahre Mitglied der VERDI; seit den neuziger Jahren Mitglied im Verein Antirassismus Telefon Essen; Vorsitzender des Bürgerradioverein neue essne Welle; seit etwa 1986 Mitglied der Grünen; später im Kreisvorstand der damaligen Grün-alternativen Liste Essen, BDK und LDK Delegierter; zwischen 1989 und 1999 Ratsherr der Grünen; später sachkundiger Bürger in Ratsausschüssen: u.a.Schule; Kultur und Integrationsrat; Bezirksvertreter; jetzt wieder seit 2010 Ratsherr in Essen.

Drei Dinge, die du mit dem Ruhrgebiet verbindest?
Heimatliche Gefühle, die manchmal mit einer gewissen Hassliebe verbunden sind, die so hinderliche Zerstückelung unserer Region, die viele zukunftsgerichtete Projekte schwieriger macht, als sie sein müssten. Heftige Nord-Süd-Kontraste zwischen armen, oft multikulturellen Stadtquartieren mit oft zusätzlich üblen Umweltproblemen und den idyllischen, wohlstandsorten im Süden unserer Region. Aber der über Jahrzehnte andauernde Umwandlungprozess aus der Montanzeit heraus mit all seinen nach Neunutzung schreienden ehemaligen, noch immer bestens angebundenen Industrieflächen bietet nicht Niedergang, sondern neue Chancen, die wir nutzen können.

Was sind deine politischen Schwerpunkte?
Bildungs-& Kulturpolitik, die nicht bloß auf klassische Schulen beschränkt ist, sondern sich stadtübergreifend um intensivere Vernetzung von Berufschulausbildung, Universitäten und die Aufgabenverteilung in den Kulturinstitutionen der Region kümmert. Ohne Romantisierungen ist die gemeinsame Geschichte des Ruhrgebiets aufzuarbeiten. Über 2 Weltkriege hinweg bis heute, mit freiwilligen wie unfreiwilligen Zuzügen vieler Menschen müssen demokratisch legitimierte Entscheidungen gesichert werden.

Was sind die ersten Projekte, die du im nächsten Ruhrparlament angehen willst?
Gemeinsamer Masterplan Kultur für die Region, der nicht nur städtische und staatliche Institutionen vorrangig in den Blick nimmt, sondern das freie Netz von Kunst;Kultur u. Bildungsträgern fördert.

Wie sieht für dich das Ruhrgebiet von Morgen aus?
Ein selbstbewusste Region, in Deutschland wie in Europa eingebunden; die ihre vielfache Zerstückelung überwunden hat und deshalb endlich auch ökonomisch ihre Stärken zur Entwicklung ausspielen kann; die ihre Kraft nutzt, Umwelt- und Sozialkonflikte mit allen Bewohner*innen gemeinsam zu lösen