Martina Herrmann

Ich kandidiere für:
Einen vorderen Listenplatz (1-12)

Bio & Berufliches
Beruf: Industriekauffrau
Geburtsdatum: 20.09.1960

Was treibt Dich an Politik zu machen?
Wir haben die Welt nur von unseren Kindern geborgt! Ich bin seit 15 Jahren dabei, um die Welt wieder so zu gestalten, dass unsere Kinder dort leben können, dass Frauen einen Platz im Frauenhaus erhalten, dass Kinder einen Kitaplatz bekommen, dass….
Mein Credo: Sollte, hätte, könnte, würde – MACHEN!

Wie ist dein politischer Werdegang bisher?
Durch überparteiliche Frauenpolitik bin ich 2005 zu den Hertener Grünen gekommen und  2008 als Schatzmeisterin in den Vorstand gewählt. Seit 2010 bin ich Vorsitzende im OV Herten und seit 2011 Vorsitzende im KV Recklinghausen. Nach der Kommunalwahl 2014 bin ich als Fraktionsvorsitzende gewählt und leite seit dem den Gleichstellungsbeirat. Ich brenne für Frauenpolitik und daher kandidierte ich ebenfalls für den Gleichstellungsausschuss im Städte und Gemeindebund. 
2017 bin ich in den Kreistag nachgerückt und bin dort in den Verkehrsausschuss sowie in die VRR-Fraktion gewählt worden.

Drei Dinge, die du mit dem Ruhrgebiet verbindest?
Mit dem Ruhrgebiet verbinde ich erstens den Zusammenhalt und die Herzlichkeit der Bewohner*innen, das erkennt man vor allem an den vielen Ehrenamtlichen die viele wichtige Dinge in den Städten in die Hand nehmen, wie z.B. die Flüchtlingsarbeit. Zweitens möchte ich die fließend übergehenden Städte erwähnen. Wer nicht aus dem Ruhrgebiet kommt, kriegt nicht so schnell mit, dass er sich auf einmal in einer anderen Stadt befindet. Als dritten Punkt sehe ich die vielen Industriedenkmäler. Wo früher Kohle gefördert oder Stahl produziert wurde sind Wohlfühllandschaften oder auch Grünzüge entstanden, Kultur findet dort statt, wo früher malocht wurde.

Was sind deine politischen Schwerpunkte?
Gleichstellungspolitik: Noch immer verdienen Frauen 21 % weniger als Männer, noch immer sind wir auf Frauenhäuser angewiesen, die aber nicht ausreichend Plätze anbieten können.

Verkehrspolitik: Von den Fehlern der 70er Jahre haben die Städte gelernt. Straßenbahnen wurden abgeschafft, Linien eingestellt. Es wurde alles auf den Autoverkehr ausgerichtet. 

Umweltpolitik: „Datteln IV“ zeigt, wie wichtig die Grüne Politik ist. Kohle ist seit dem Schließen der letzten Zeche 2018 immer noch ein Thema.

Was sind die ersten Projekte, die du im nächsten Ruhrparlament angehen willst?
ÖPNV aus einem Guss im Ruhrgebiet. 
Erhaltung der Naherholungsstandorte.
Ökologie trifft Ökonomie.
Gemeinsam arbeiten und keine Leuchtturmprojekte der einzelnen Städte schaffen.

Wie sieht für dich das Ruhrgebiet von Morgen aus?
Durch eine schnelle Erreichbarkeit mit ÖPNV kann größtenteils auf das Auto verzichtet werden. Im Ruhrgebiet finden Menschen wieder Arbeit, z. B. im Bereich der Erneuerbaren. Immerhin ist in Herten das Wasserstoffkompetenzzentrum angesiedelt. Die Armut in manchen Stadtteilen ist Geschichte.