Jan Matzoll

Ich kandidiere für:
Einen vorderen Listenplatz (1-12)

Bio & Berufliches
Beruf: Kreisgeschäftsführer (Gelsenkirchen)
Geburtsdatum: 29.08.1985

Was treibt Dich an Politik zu machen?
Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Diese Grundidee des Liberalismus treibt mich an. Denn denkt man diese Idee ehrlich weiter, sind die GRÜNEN die einzige Partei, die diesen Anspruch konsequent umsetzt. Die Freiheit der anderen ist auch die Freiheit zukünftiger Generationen, in einer intakten Umwelt zu leben.

Wie ist dein politischer Werdegang bisher?
GRÜNES Mitglied seit 2009. Von 2009 bis 2011 im AStA der Ruhr-Uni, 2010/11 AStA-Vorsitzender, mehrfach für die Grüne Hochschulgruppe Mitglied im Studierendenparlament, 2012/2013 Vorsitzender im Verwaltungsrat des Studierendenwerks (AKAFÖ). 2012 bis 2016 Bezirksvertreter in Bochum-Mitte, ab 2013 auch Fraktionsvorsitzender. 2017 bis 2020 stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender der GRÜNEN Recklinghausen. Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis Recklinghausen I bei der Bundestagswahl 2017. Seit 2019 Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Recklinghausen. Einstimmiges Votum meines Kreisverbandes für die Ruhrwahl erhalten.

Drei Dinge, die du mit dem Ruhrgebiet verbindest?
1) Offene Gesellschaft: 2007 kam ich aus dem Sauerland ins Ruhrgebiet und konnte endlich sein, wer ich bin.
2) Zuhause: Ich bin zwar erst seit 13 Jahren „Ruhri“, aber hier bin ich zuhause. Hier habe ich die Liebe meines Lebens getroffen. Hier sind meine Kinder geboren. Hier will ich alt werden.
3) Mentalität: Das Ruhrgebiet ist eine der benachteiligsten Regionen Deutschlands. Es ist eine Region, die alles verloren hat, was sie groß gemacht hat. Alles? Nein! Die Menschen, die bereit sind – allen Widerständen zum Trotz – zusammen anzupacken und Veränderung zu leben, statt nur darüber zu reden, die sind noch da!

Was sind deine politischen Schwerpunkte?
Die Wirtschaft ist der wichtigste Hebel, um Klimaschutz umzusetzen. Ressourcenschonende Produktion, nachhaltige Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig ist das Wegbrechen großer Wirtschaftszweige der Grund, weshalb das Ruhrgebiet anderen Regionen hinterherhinkt. Doch Wirtschaft ansiedeln um jedem Preis? Nein! Wir brauchen keinen Ausverkauf unserer Vor- und Grünzüge! Wir brauchen Menschen und Strukturen, die Potenziale erkennen, wo andere nur Probleme sehen.

Was sind die ersten Projekte, die du im nächsten Ruhrparlament angehen willst?
1) Eine regionale ÖPNV-Rahmenplanung.
2) Eine ökologische Folgenutzung der Kohlestandorte, gerade mit Greentech.
3) Ein höherer Anteil an Naturwald bei Ruhr Grün.
4) Weniger Kiesabbau im Kreis Wesel.

Wie sieht für dich das Ruhrgebiet von Morgen aus?
Der ÖPNV und das Radwegenetz kennen keine Stadtgrenzen mehr, sondern ermöglichen es immer mehr Menschen, auf das Auto zu verzichten. Seit das Kirchturmdenken verschwunden ist, ist das Ruhrgebiet gemeinsam zum Greentech-Standort Nr. 1 geworden.