Hanna Marlena Sander

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Bio & Berufliches
Beruf: Redakteurin
Geburtsdatum: 07.07.1992

Was treibt Dich an Politik zu machen?
Missstände nicht nur nachzulesen, sondern vor Ort zu sein und gemeinsam Lösungen zu entwickeln treibt meine politische Arbeit an. Dabei will ich die Erfahrungen meiner Generation, insbesondere junger Frauen in die Politik einbringen. Das Ruhrgebiet hat das Potenzial für eine große Transformation. Diesen Umbau will ich mitgestalten.

Wie ist dein politischer Werdegang bisher?
Mein Weg in die Politik begann als Jugendliche mit einem Praktikum bei der Grünen Landtagsfraktion und der Teilnahme am Jugendlandtag. Meine Begeisterung für politische Kommunikation wurde zur Schulzeit durch ein Praktikum und weitergehende Arbeit beim Presseamt der Stadt Essen gefördert. Das habe ich im Studium der Politikwissenschaft und meiner Tätigkeit bei Ska während des Europawahlkampfes 2014 weiter vertieft. Nebenher habe ich mich für die Mädchensportförderung und Geflüchtetenprojekte engagiert. Nach meinem Umzug nach Mülheim bin ich im November 2018 dem Grünen Kreisverband beigetreten und seit 2019 Mitglied im Vorstand.

Drei Dinge, die Du mit dem Ruhrgebiet verbindest?

Vielfalt: Während der Industrialisierung war Vielfalt die Stärke der Region, diese Vielfalt müssen wir auch heute wieder nutzen. Denn nur zusammen sind wir stark!

Überraschung: Der Außenblick auf unsere Region ist geprägt von Kohle und Stahl. Aber das Ruhrgebiet kann viel mehr: dichte Hochschullandschaft, hoher Grünanteil, starke Kreativwirtschaft, wachsende Start-Up-Szene, dichtes Kultur- & Sportangebot…

Zollverein: Hier haben meine Großväter unter Tage geschuftet und ich bei meinem ersten Schülerjob auf der Eisbahn gearbeitet. Strukturwandel par excellence!? In jedem Fall viele anregende Diskussionen über Vergangenes und Zukunftsmöglichkeiten.

Was sind deine politischen Schwerpunkte?
Als Redakteurin für Energiepolitik liegt mir der nachhaltige Umbau unseres Energiesystems am Herzen. Das Ruhrgebiet als Energieregion muss die Transformation zu dezentraler, digitaler Energieversorgung mitgestalten. Neben der Energiewende streite ich für eine Verkehrswende. Mobilität in der Pendler*innenregion Ruhr muss nachhaltig, attraktiv und preisgünstig sein. Als junge Frau ist es mir besonders wichtig die Region mit der dichtesten Bildungs- und Forschungslandschaft zu einem Hotspot für junge Menschen zu machen.

Was sind die ersten Projekte, die du im nächsten Ruhrparlament angehen willst?

  1. Kooperation: RVR stärken, regionalen Diskurs fördern, Konkurrenzdenken beenden.
  2. Klimaneutralität: u.a. regionales ÖPNV-Konzept, drastischer Ausbau des Radwegesystems.
  3. Kreativität: u.a. Vernetzung der Kunst- und Kreativwirtschaft fördern, regionales Kulturticket.

Wie sieht für dich das Ruhrgebiet von Morgen aus?
Hier ist Vielfalt keine Schwäche, sondern die größte Stärke! In Zukunft machen sich die Kinder des Ruhrgebiets nicht mehr aus dem Staub, sondern sehen in der smarten Metropole Ruhr eine attraktive Zukunft, genauso wie Menschen aus aller Welt. Demokratie wird gelebt, Kooperation hat das Kirchturmdenken abgelöst und nachhaltige Mobilität endet nicht mehr an Stadtgrenzen. Mein Ruhrgebiet von morgen ist ein sicherer Hafen, mit blühender Kultur- und Sportlandschaft in dem NACHHALTIGKEIT großgeschrieben wird. In diesem Ruhrgebiet ist kein Platz für Rassismus!