Radschnellweg Ruhr nimmt die nächste Hürde: Breite regionale Unterstützung des Projekts durch den RVR gesichert!

Der Planungsausschuss des Regionalverbands Ruhr hat sich gestern einstimmig auf der Basis der Machbarkeitsstudie zum Projekt „Radschnellweg Ruhr“ bekannt und sich grundsätzlich für eine zeitnahe Realisierung ausgesprochen. Zugleich wurde die Verwaltung beauftragt, an den Schritten zur Umsetzung sowie an den Gesprächen zur Finanzierung und Trägerschaft mitzuwirken.

Die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen beim RVR begrüßen diesen Beschluss und sehen darin einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung des ambitionierten Projekts. Die Machbarkeitsstudie hatte für die rund 100 Kilometer lange Trasse im Kernbereich der Metropole Ruhr von Duisburg bis Hamm ein hohes Nachfragepotenzial ermittelt. Der Radschnellweg Ruhr kann daher ein wesentlicher Baustein im Alltagsverkehr der Region werden und relevante Umsteigepotenziale auch vom PKW mobilisieren, was wiederum zur Entlastung des Straßennetzes führt.

Udo Bovenkerk, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im RVR, betont, dass es jetzt notwendig sei, in enger Abstimmung mit den beteiligten Städten die konkreten Planungen zu entwickeln: „Für die Akzeptanz des Projekts in der gesamten Metropole Ruhr ist es notwendig, Verwaltung und Politik in den Anliegerstädten auf Augenhöhe zu beteiligen und konsensuale Lösungen für die planerischen Details zu entwickeln. Für die CDU ist aber auch klar, dass eine Finanzierung nicht zu Lasten der kommunalen Haushalte gehen darf. Bund und Land sind hier in der Pflicht!“

Für die SPD betont Ulrich Syberg: „Wir erwarten, dass der Bund die Baulastträgerschaft für das Projekt übernimmt und sich wesentlich an den Baukosten beteiligt. Ohne maßgebliche Unterstützung durch EU, Bund und Land ist der Radschnellweg Ruhr nicht umsetzbar; die Kommunen können die Kosten nicht stemmen!“ Syberg verweist auch auf einen diesbezüglichen Beschluss des ADFC, dessen Bundesvorsitzender er ist.

„Schon jetzt unterstützen zwei Drittel der Bevölkerung in der Metropole Ruhr dieses Zukunftsprojekt“, so Ingrid Reuter, Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen im RVR-Planungsausschuss. „Diese Zahl wird sich weiter erhöhen, wenn sichtbar wird, dass der RS 1 erheblich zur Attraktivität des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel in unserem dicht besiedelten Raum beiträgt. Wir erwarten jetzt, dass die beteiligten und letztlich vom RS 1 profitierenden Städte vergleichbare Beschlüsse fassen und sich zu dem ambitionierten Zukunftsprojekt bekennen!“

15.03.05_PM_Radschnellweg

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