Bündnis 90/Die Grünen Bezirksverband Ruhr trauern um die Toten von Duisburg

Trauer, Wut, Verantwortlichkeit und Fragen nach den Sicherheitskonzepten von kommerziellen Großveranstaltungen.Wir sind bestürzt und fühlen mit den Angehörigen. Unsere Trauer verbindet sich mit Wut auf Menschen, die Profitmaximierungs- und Profilierungsinteressen über Sicherheit stellen. Unsere Gedanken sind auch bei den Verletzten im Krankenhaus, bei den Augenzeugen, die die Erlebnisse verarbeiten müssen, bei den vielen Rettungshelfern, bei den Frauen und Männern von Feuerwehr und Polizei.

Es ist unübersehbar, dass die Loveparade ohne ein geeignetes Sicherheitskonzept durchgeführt worden ist. Oberbürgermeister Sauerland und Ordnungsdezernent Rabe tragen die politische und moralische Verantwortung für 19 Tote und über 340 Verletzte. Dieser Verantwortung müssen sie gerecht werden. Ein weiterer Verbleib beider im Amt ist für uns nicht vorstellbar.

Darüber hinaus fordern wir eine rückhaltlose politische Aufklärung aller Geschehnisse im Vorfeld, während und nach der Loveparade. Das muss die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ergänzen, die die Geschehnisse allein juristisch aufarbeiten können.

Uns stellt sich die Frage, ob die Erarbeitung eines Sicherheitskonzepts und Genehmigung einer Veranstaltung künftig nicht verbindlich an die Zustimmung der Polizei geknüpft werden muss. Falls es hierzu gesetzgeberischer Initiativen bedarf, müssen sie in den Landtag eingebracht werden

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