WAZ: Revier kann Klimaschutzhauptstadt werden

NRW-Grüne suchen Perspktiven für das Land. Das Ruhrgebiet könnte zum Modell für den ökologischen Umbau werden.

Mit einer Serie von regionalen Zukunftskongressen wollen die NRW-Grünen in 2007 und 2008 Perspektiven für die Entwicklung des Landes und seiner Regionen entwickeln. Diese Suche nach Leitideen eröffnen die Grünen am Wochenende in Essen mit einer Tagung über die Zukunft des Ruhrgebiets.

Handfeste Ergebnisse präsentieren sie noch nicht. Die Partei nutzt diese erste Runde der Zukunftskongresse als Selbtsvergewisserung. Sie steckte die Themenfelder ab, die für die Entwicklung des Ruhrgebiets von zentraler Bedeutung sein und in das Konzept für die Landtagswahl 2010 einfließen sollen. Die Grünen sehen die Region als Kerngebiet des Landes und als Scharnier zu seinen übrigen Regionen. Daraus leiten sie den Anspruch ab, „das Ruhrgebiet zum Modell für den ökologischen Umbau zu machen“, wie es Daniela Schneckenburger formuliert.

Ihr Vorgänger Frithjof Schmidt meint sogar, mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern habe das Revier die Chance, „Klimaschutzhautstadt Ruhr“ zu werden. Ein Schlüsselthema könne dabei der Nahverkehr werden. Die Grünen plädieren für einen Nahverkehrsplan, der auf das gesamt Ruhrgebiet pbergreift. Er müsse dazu beitragen, die Nord-Süd-Verbindungen zu verbessern und die Verbindungen zu vereinfachen. Die 24 kommunalen Verkehrsbetriebe im Ruhrbeiet müssen enger kooperieren oder sich zusammenschließen.

Die Grünen wollen auch den zweiten (ein-Euro-Jpbs) und dritten Arbeitsmarkt (Angebote für perspektivlose Menschen) ausbauen. Vor allem im sozialen Bereich sehen sie Chanen, den dritten Arbeitsmarkt zu erweitern. Dies sollte allerding in enger Abstimmung mit den Handelskammern geschehen, um eine Konkurrenz zum ersten Arbeistmarkt zu vermeiden.

Stärker als bisher müsse das Ruhrgebiet auf Technologien setzen, die den ökologischen Umbau vorantreiben, etwa die Geothermie, mein Schneckenburger. Solche Unternehmen könnten dazu beitragen, den Rückstand des Reviers an mittelständischen Unternehmen und Dienstleistungen zu verringern.

WAZ, 07.05.2007

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