NRZ: Grüne entwickeln Vision für das Ruhrgebiet

Essen. Schon mit dem Blick auf die Landtagswahl 2010 haben doe NRW-Grünen eine Vision vom Ruhrgebiet al „Modellregion für den ökologischen Umbau“ entwickelt. In Städten mache sich der Klimawandel besonders drastisch bemerkbar, indem er sie aufheize. Soviel „Stadt am Stück“ wie im Ruhrgebiet mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern gebe es nirgends in Deutschland. Insofern ist die Region gefordert, Umwelt- udn Klimaprobleme innovativ anzugehen, hieß es am Wochenende auf einem „Zukunftskongress Ruhr“ in Essen.

Der Strukturwandel ist aus Sicht von Landeschefin Daniela Schneckenburger keineswegs beendet; der zweite und dritte Arbeitsmarkt müsse intelligent ausgebaut werden. Eine wirtschaftliche Perspektive verspreche ein von den Grünen gefordertes Cluster Umwelttechnologie. Mit etwa der Geothermie in Dortmund und der Solartechnik in Gelsenkirchen könne ein solcher Forschungs- und Unternehmensschwerpunkt auf Strukturen aufbauen und für neue Jobs sorgen.

„Das Problem ist, dass die Umwelttechnologie in der Clusterdefinition dieser Landesregierung nicht vorkommt“, monierte Schneckenburger. Der öffentliche Nahverkehr müsse ausgebaut werden – so auch durch Car-Sharing und Taxen; vor allem um die Nord-Süd-Verbindungen im Revier steht es schlecht. „Von Gladbeck nach Witten ist es praktisch eine Tagesreise“, so Schneckenburger. (dum/NRZ)

NRZ, 07.05.2007

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